Drittanbietersperre einrichten?

Schutz vor Abofallen durch Drittanbietersperre

Drittanbietersperre einrichten

Drittanbietersperre einrichten und sich wirksam vor Abofallen schützen!

Es waren eigentlich nur ein Klick und so richtig war gar nicht zu erkennen, worum es geht – schon stecken wir in deiner Abofalle – da hätte nur eine Drittanbietersperre verhindern können. Wir selbst kennen die Problematik und haben schon oft davon gehört, dass es so gut wie jeden treffen kann. Wer sich vor der Abzocke durch Abofallen schützen möchte, der sollte eine Drittanbietersperre einrichten. Wir erklären, was das ist, wie es geht und was die Vorteile sind.

Es ist der klassische Fall: Wer wirft schon einen Blick auf seine Handyrechnungen? Wenn diese nicht unbedingt sehr stark in ihrer Höhe schwanken, begleichen wir die Beträge. Irgendwann kommt dann die Frage auf, warum zur monatlichen Grundgebühr eigentlich immer weitere Kosten anfallen. Ein Blick auf die Rechnung gibt Aufschluss: An Drittanbieter-Dienste werden – wenn wir nicht aufpassen – manchmal regelmäßig über die Rechnung weitere Beträge gezahlt. Der Ärger ist groß, vor allem dann, wenn die Leistungen gar nicht bestellt wurden oder wir eine angebliche Bestellung gar nicht nachvollziehen können. Oft helfen die Anbieter den Kunden nicht weiter und es wird notwendig, einen Anwalt zu bemühen.

Diesen Ärger können wir uns sparen, wenn wir Drittanbieter sperren. Das Problem dabei ist: Wer einen Vertrag abschließt, der wird auf diese Möglichkeit oft gar nicht hingewiesen und kennt sie daher nicht. Daher ist Aufklärung besonders wichtig und wir möchten die häufigsten Fragen zu dem Thema beantworten.

Was sind die verschiedenen Abofallen?

Abo-Falle

Ein falscher Klick und schon sitzen wir in der Abo-Falle.

Oft zeigt sich eine Abo-Falle gar nicht als solche. Vielleicht war man gerade damit beschäftigt, in einem sozialen Netzwerk zu surfen und kommt aus Versehen auf einen Werbe-Banner. Auch in verschiedenen Apps gibt es diese Banner. Gerade in Spielen werden sie oft eingebaut. Beim Versuch, die Werbung wieder verschwinden zu lassen, ist eine Identifizierung schnell und unbemerkt durchgeführt. Ab diesem Moment werden Beträge über die Handyrechnung abgebucht und oft merken es die Nutzer nicht einmal. Zu den bekanntesten Abofallen gehören beispielsweise Klingeltöne oder auch Angebote aus dem Bereich Erotik. Besonders oft werden Abos über Gewinnspiele abgeschlossen. Vom iPad bis hin zum Porsche versprechen Drittanbieter große Gewinne und möchten doch nur Abos an den Mann bringen.

Oft stehen auf der Handyrechnung die Namen der Drittanbieter. Kunden können sich an diese wenden und das Abo mit direkter Wirkung kündigen. Auf den bisher entstandenen Kosten bleiben sie jedoch erst einmal sitzen, wenn sie sich nicht gegen den Mobilfunk-Anbieter und die Drittanbieter durchsetzen.

Die Einrichtung der Drittanbietersperre – so wird der Schutz aktiviert

Abofalle Abzocke

Durch Abofalle abgezockt?

Mit dem Smartphone haben wir heute einen Helfer an der Hand, der viel mehr als nur die Möglichkeit bietet, von unterwegs SMS zu senden oder zu telefonieren. Wir können Fahrkarten kaufen oder bei Gewinnspielen mitmachen, tolle Klingeltöne herunterladen und immer die aktuellen News erhalten. Dafür ist es jedoch in einigen Fällen notwendig, Gebühren zu zahlen und diese Gebühren gehen an die sogenannten Drittanbieter. So gehören beispielsweise Unternehmen zu den Drittanbietern, die Kunden Klingeltöne anbieten. Ebenfalls ein Drittanbieter sind Verkehrsunternehmen und auch Banken.

Wenn für die Dienste Kosten fällig werden, dann wird das Geld über die Handyrechnung an den Drittanbieter gezahlt. Interessant zu wissen: Einen Teil der Gebühren behält der Mobilfunkanbieter davon sogar für sich. Das ist auch einer der Gründe, warum Handytarif-Anbieter gar nicht unbedingt möchten, dass ihre Kunden von einer Drittanbietersperre wissen. Im Gegenteil: Für sie ist es von Vorteil, wenn wir Abos abschließen und bei den Anbietern etwas buchen.

Wie ist die Abbuchung über die Handyrechnung überhaupt möglich?

Rechtsgrundlagen Abofallen

Rechtsgrundlagen der Handy-Abos und Abofallen

Damit die Gebühren für Drittanbieter über die Handyrechnung gezahlt werden können, wird eine besondere Technik verwendet. Diese Technik wird auch als „Wap-Billing“ bezeichnet. Das heißt, der Handynutzer sorgt mit seiner Handynummer für eine Identifizierung. Damit stimmt er einer Bezahlung über seine Rechnung zu. Weitere Identifizierungen sind nicht möglich.

Interessant ist dabei ein Blick auf die rechtliche Situation. Diese Art der Abrechnung wird durch den Mobilfunk-Anbieter in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vermerkt. Es kann sich also lohnen, auf diese einen Blick zu werfen. Das machen jedoch die wenigsten Kunden. Hier weisen auch renommierte Medien wie heise.de darauf hin, dass die meisten Handy-Abos nicht auf die feine englische Art zustandekommen. Wir haben daher grundsätzlich die Möglichkeit, unwissentlich gezahltes Geld direkt vom Handyanbieter zurück zu erhalten und brauchen dafür eigentlich nicht einmal mit dem Drittanbieter in Kontakt treten. Doch zwischen Recht und Realität liegen jedoch oft Welten. Meist verweisen die Mobil-Unternehmen einfach an die Drittanbieter, die wiederum angeben, dass sie hier nichts machen können. In vielen Fällen wird es daher notwendig, einen Anwalt zu kontaktieren und über diesen dann das Geld zurückzufordern. Eine Rechtsschutzversicherung ist in solchen Fällen sinnvoll. Noch besser ist es aber, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Dies funktioniert, wenn wir Drittanbieter direkt einfach von Anfang an aussperren.

Genau dann haben Drittanbieter nur noch eine einzige Möglichkeit, Geld über die Handyrechnung zu fordern, nämlich wenn wir uns zuvor über unsere SIM-Karte bei einer Bestellung aktiv identifizieren lassen. Wenn wir jedoch im WLAN surfen, ist das gar nicht möglich und wir können daher gar nicht mehr in eine Abofalle laufen.

Die Abofalle hat zugeschlagen – was nun?

Abofalle - Was tun?

In die Abofalle gegangen? Was nun?

Oft geht es schneller, als man denkt und schon hat die Abofalle zugeschlagen. Spätestens dann, wenn die seltsamen Gebühren auf der Handyrechnung auffallen, ist der Ärger groß – die Unsicherheit aber auch. Was kann man tun? Wichtig ist es, besonders schnell aktiv zu werden. Es gibt verschiedene Leitfäden von Verbraucherschützern und auch von Rechtsanwälten, die eine große Hilfe sind. Dazu gehören natürlich die Musterschreiben und  Hinweise der Verbraucherzentrale.

Die Einrichtung einer Drittanbietersperre ist auch dann sinnvoll, wenn bereits Abonnements bestehen. Allerdings wirkt die Sperre nicht mehr bei den bestehenden Abos, dafür aber für mögliche weitere Fallen. Daher ist es wichtig, dennoch die bestehenden Abos zu kündigen und so zu verhindern, dass es zu weiteren Kosten kommt.

Die Einrichtung der Drittanbietersperre – so geht es!

Normalerweise erfolgt die Einrichtung der Drittanbietersperre über eine Kontaktaufnahme mit dem Mobilfunkanbieter. Über ein Fax oder einen Brief wird um die Einrichtung gebeten. Viele Anbieter haben heute aber auch schon die Option, dass ihre Kunden im Online-Konto eine Einrichtung durchführen können. Bei Unsicherheit ist es durchaus möglich, auch einfach direkt telefonisch nachzufragen. Wir beschreiben im Folgenden für einige Anbieter, wie sich die Sperre einrichten lässt.

Drittanbietersperre

Nachteile der Drittanbietersperre?

Auf den ersten Blick bietet eine Drittanbietersperre nur Vorteile. Es gibt jedoch auch Nachteile. So gibt es ja nicht nur Drittanbieter, von denen wir keine Dienste in Anspruch nehmen möchten. Es ist beispielsweise besonders praktisch, seine Fahrkarten über das Smartphone zu buchen. Dies erfolgt jedoch auch über das Wap-Billing. Wird es ausgeschaltet, ist eine Buchung nicht mehr möglich. Der Kauf von Waren und Produkten im Internet kann natürlich weiter durchgeführt werden, wenn diese per Kreditkarte, Rechnung oder Lastschrift gezahlt werden. Mit der Drittanbietersperre erfolgt lediglich die Ausschaltung der Zahlung, die über die Mobilfunkrechnung durchgeführt werden kann. Hinweis: Einige Mobilfunkanbieter stellen auch eine Teilsperre zur Verfügung. So können die Nutzer hier Dienste aus dem Bereich Klingeltöne oder auch Erotik sperren lassen. Damit wäre es weiterhin möglich, beispielsweise Fahrkarten über die Mobilfunkrechnung zu bezahlen.

Gibt es auch ohne Drittanbietersperre einen Schutz vor Abos?

Nicht jeder möchte die Zahlung über die Rechnung komplett oder in Teilen blockieren. Um sich dennoch effektiv vor unerwünschten Zahlungen zu schützen ist es wichtig, die Rechnung jeden Monat zu prüfen und alle Posten zu überblicken. Nur bei einer schnellen Kündigung fallen keine weiteren Kosten an. Anders ist es nicht möglich, sich gegen Abos ohne eine Drittanbietersperre zu schützen. Natürlich ist auch das aufmerksame Surfen ein Punkt von hoher Wichtigkeit. Nicht durchdachte Klicks auf Banner oder Gewinnspiele sind zu vermeiden.

So erfolgt die Drittanbietersperre bei den verschiedenen Mobilfunkanbietern

Schon längst ist die Drittanbietersperre ein Thema, das durchaus auch die Verbraucherschützer auf den Plan ruft. Diese haben die Forderung formuliert, dass eine Drittanbietersperre von Beginn an eingerichtet sein sollte. Allerdings ist dies bisher nur eine Forderung, die noch längst nicht immer umgesetzt wird. Allerdings können Kunden diesen Wunsch bei Vertragsabschluss äußern und der Anbieter muss dies umsetzen. Dies wurde sogar im Telekommunikationsgesetz festgelegt und gilt seit dem Jahr 2012.

Bei einigen Anbietern ist es relativ einfach, die Drittanbietersperre einzustellen. Wir haben die Anleitungen zusammengestellt.

Einstellung bei Telefónica (O2 & Base)

Drittanbietersperre bei o2

Drittanbietersperre bei o2

Zum Betreiber Telefónica gehören die Netze Base und O2. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Drittanbietersperre einzurichten:

  • die Einrichtung kann über das Kundenkonto erfolgen
  • Über die Kundenhotline, die jedoch nicht kostenfrei ist
  • auf der Webseite von O2 über den Live-Chat
  • auf der Webseite von O2 über das Forum

Besonders praktisch bei diesem Anbieter ist, dass die einzelnen Dienste der Drittanbieter unterteilt werden. Dadurch fällt es Kunden leichter auszuwählen, welche der Dienste gesperrt werden sollen und welche nicht. Zu den Kategorien gehören:

  1. Abos – hiermit können Kunden alle Dienste sperren lassen.
  2. Unterhaltung und Information: Musik und News, Spiele und Videos werden auf diese Weise gesperrt.
  3. Eintrittskarten oder Tickets: Hier können keine Tickets mehr über die Rechnung gezahlt werden.
  4. Spenden: Über die Telefonrechnung können keine Spenden mehr erfolgen.
  5. Erotik: Alle Dienste in Bezug auf Erotik werden gesperrt.
  6. Software sowie App-Stores: Bei dieser Sperrung ist kein Zugriff mehr auf die App-Auswahlmöglichkeiten vorhanden.

Nutzer haben die Möglichkeit, sich nur für einzelne Kategorien zu entscheiden oder auch direkt alles zu deaktivieren. Wer mehr erfahren möchte, der kann sich direkt bei O2 informieren.

Hinweis: Die meisten Nutzer möchten weiterhin auch Tickets über ihre Mobilfunkrechnung bezahlen können. In diesem Fall werden einfach alle Dienste gesperrt bis auf den Bereich rund um die Eintrittskarten und die Tickets.

Einstellung bei der Telekom

Als größter Anbieter am Markt muss die Telekom natürlich einen guten Kundenservice bieten. Dies gilt auch für die Drittanbietersperre, die sich recht schnell einstellen lässt. Das ist im eigenen Kundencenter online möglich oder kostenfrei über die Hotline. Auch bei der Telekom haben wir die Möglichkeit, verschiedene Regeln festzulegen. Zu den Kategorien gehören:

  1. Die Business-Dienste: Hier werden die verschiedenen Abo-Dienste, wie News und Wetter gesperrt.
  2. Die Dienste für Consumer: Chats und Spiele mit Kosten können nicht mehr in Anspruch genommen werden.
  3. Inhalte für Erwachsene: Dies sind alle Inhalte, die für Personen ab einem Alter von 16 Jahren vorgesehen sind.

Einstellungen bei Vodafone

Wer die Drittanbietersperre bei Vodafone gerne online einrichten möchte, der braucht ein wenig Geduld und muss dafür in sein Kundenkonto gehen und bei Mein Vodafone die Mobilfunk-Rechnung auswählen. Hier gibt es den Bereich „mobiles Bezahlen“. Über diesen Bereich kann die Bezahlung eingeschaltet oder ausgeschaltet werden. Auch eine telefonische Sperre ist möglich, ebenso wie eine schriftliche Beauftragung für die Sperrung. Um diese in Anspruch nehmen zu können, gibt es bereits ein Dokument von Vodafone. Das Dokument selbst kann am PC ausgefüllt werden und geht dann per Fax oder auch per Post an Vodafone.

Einstellungen bei Drillisch (Smartmobil, WinSim, Deutschlandsim u.a.)

Zu Drillisch gehören verschiedene Marken, wie beispielsweise Smartmobil oder auch DeutschlandSim und WinSim. Dieser Anbieter aktiviert die Drittanbietersperre bereits dann, wenn man einen Vertrag abschließt. Hier müssen die Kunden also nicht selbst aktiv werden. Wird die Zahlung über Rechnung jedoch benötigt, dann kann sie ganz einfach wieder aktiviert werden. Dies ist in der persönlichen Servicewelt möglich.

Einstellung bei Mobilcom-Debitel

Die Drittanbietersperre bei Mobilcom kann am besten direkt telefonisch eingestellt werden. Über die Hotline aus dem Festnetz heraus erfolgt die Abstellung sofort. Als Kosten fallen die normalen Tarife aus dem Festnetz an. Wer über Handy anruft, der zahlt pro Anruf Gebühren von 99 Cent.

Andere Anbieter, wie Congstar oder Klarmobil und 1&1 bieten ebenfalls die Möglichkeit, eine Drittanbietersperre in Anspruch zu nehmen. Je nach Anbieter kann dies über das Kundenkonto oder telefonisch erfolgen.


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